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| Die wirtschaftliche Lage für Existenzgründer |
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"Spanien erwartet den stärksten Aufschwung Europas, während Deutschland bereits zum dritten Mal hintereinander der Bremser der EU bleibt" (Präsident der spanischen Handelskammer: José Manuel Fernández Norniella)
Anders als in Deutschland (und einigen anderen Ländern in Europa) wird die wirtschaftliche Lage in Spanien von den Betrieben selber als sehr optimistisch gesehen. Laut einer Umfange unter 100.000 Betrieben rechnet die Hälfte mit höheren Exporten, zweidrittel der Unternehmen erwarten, dass sie in diesem Jahr den Umsatz steigern können, fast ein Drittel will die Belegschaft erweitern und rund ein Viertel die Investitionen verstärken. Diese guten Aussichten gelten für das ganze Land, einzige Ausnahme: die Balearen. Sie bleiben unter dem EU-Schnitt. Mit diesen Werten, die den EU-Schnitt mehr als das doppelte übertreffen, liegt Spanien mit Abstand auf dem ersten Rang, während Deutschland in fast allen Bereichen erneut den letzten Platz belegt.
Der Umfrage zufolge haben folgende Regionen die besten Perspektiven: Madrid, Katalonien, Murcia, Asturien, Andalusien und Aragóon. Diese Regionen gehören zu den zehn Regionen mit den besten Erwartungen innerhalb der EU.
Trotz der starken Unterschiede zwischen der spanischen und deutschen Wirtschaft, sollte man die positiven Aussichten nicht überinterpretieren. Spanien exportiert 70% seiner Waren in die EU und einen Großteil davon nach Deutschland. Eine weitere Verschärfung der deutschen Krise könnte die guten Aussichten für Spanien empfindlich beeinträchtigen.
Stand: 2003
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| Welche Branche ist am sinnvollsten? |
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Obwohl die wirtschaftliche Lage in Spanien für Existenzgründer rosiger ist als in Deutschland, sollte man nichts überstürzen! Viele Spanien-Aussteiger glauben immer noch lockere Arbeit mit Urlaubsvergnügen verbinden zu können, besonders, wenn man sich in Spanien selbständig macht. Gerade in der Tourismusbranche bzw. im Gastronomiebereich haben immer noch viele Einwanderer die Illusion als Inhaber einer Bar oder eines Cafés schnell und relativ leicht ihren Unterhalt verdienen zu können. Hier wird allerdings übersehen dass in der Gastronomiebranche Spaniens ein harter Wettbewerb herrscht. Denjenigen, die keine einschlägigen Erfahrungen in der Gastronomie-/Toruismus-Branche haben, ist dringend davon abzuraten, sich auf diese Weise selbständig zu machen! Denn die Realität sieht leider so aus, dass viele deutsche Restaurants und Bars nur eine Saison lang überleben, mit dem Ergebnis, dass die Existenz komplett kaputt ist.
Echtes Handwerk hingegen hat in Spanien goldenen Boden! Das Ausbildungsniveau in Spanien im handwerklichen Bereich liegt weit unter dem in Deutschland, da in Spanien die praktische Ausbildung zu kurz kommt (s. Ausbildung). Wer also wirklich arbeiten will und guten Service bietet, hat in Spanien eine reelle Chance sich eine Existenz aufzubauen. Deutsches Handwerk ist in Spanien hoch angesehen. In praktisch allen Branchen ist der Bedarf nach guter handwerklicher Dienstleistung groß.
Grundsätzlich sollte man nicht ins Blaue hinein in Spanien eine Existenz gründen. Man sollte sich vorab eine pfiffige Geschäftsidee überlegen, sich eine geeignete Region aussuchen und vor Ort noch mal gründlich die Lage prüfen! Erst wenn man alles gut recherchiert und vorbereitet hat, sich auch in der Gegend wohl fühlt und grundsätzlich die spanische Mentalität liebt, ist einer Existenzgründung nichts mehr entgegen zu setzten. Wie schon erwähnt, ist die Grundeinstellung und Motivation zum Auswandern wichtig. Wer einfach nur die Ferienfreuden mit schnellem Geldverdienst und Daueraufenthalt in der Wärme verbinden will, wird ganz schnell auf die Schnauze fallen und schneller bankrott sein, als er sich in Spanien eingelebt hat! Die Zahl der kaputten Existenzen in Spanien ist immer noch sehr hoch.
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