Die
Arbeitslosigkeit ist in Spanien immer noch eins der größten Probleme. Frauen und Jugendliche sind besonders davon betroffen. Besonders schwierig scheint der Berufseinstieg zu sein. Häufig findet man nur mit Kontakten einen mittelmäßigen Job. Ohne Beziehungen läuft in Spanien so gut wie nichts. "Der Sohn/die Tochter von..." hat immer noch Vorrang, auch wenn andere Bewerber vielleicht besser sind. Eine Hand wäscht die andere.
Eines der
Hauptprobleme der hohen Arbeitslosigkeit ist sicherlich auch die schlechte Berufsausbildung der spanischen Arbeitnehmer. Es gibt keine Gesellen- oder Meisterprüfung und noch nicht mal offizielle Berufsschulen. Viele Spanier sind immer noch ungelernt. Das hat zur Folge, dass gerade Fachkräfte gesucht werden.
Besonders in der Tourismusbranche, im Gesundheistbereich und auf dem Bausektor fehlen
Facharbeiter. Auch im naturwissenschaftlichen- und IT Bereich werden Qualifizierte Fachkräfte gesucht. Bis auf die IT-Branche ist es unbedingt notwendig, Spanisch bzw. Katalanisch zu können.
Interessanterweise gibt es in den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften dagegen ein Überangebot junger spanischer Universitätsabsolventen, die meistens auch noch etliche Jahre jünger als die deutsche Konkurrenz sind.