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Semana Santa
Die Semana Santa (spanische Karwoche) ist eins der wichtigsten Feste in Spanien. In jeder großen, aber auch kleineren Stadt wird die Kreuzigung und Auferstehung Jesus mit Hingabe zelebriert. Von Region zu Region gibt es zwar kleiner Unterschiede in der Durchfügrung, aber überall wird dieses Fest ehrfürchtig gefeiert, wie in keinem anderen Land.

Semana Santa
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Die Semana Santa beginnt eine Woche vor Ostern am Palmsonntag. Am Karfreitag erreicht die Zeremonie dann ihren Höhepunkt. Religiöse Figuren werden tagsüber wie auch nachts meist jeweils von einer Hermandad (dt. Bruderschaft) auf festgelegten Routen durch die Stadt getragen. Die Schlusszeremonie findet in der Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag in der Kathedrale statt. Am Ostersamstag bildet eine Prozession mit einer einzelnen trauernden Maria den Abschluss. Mit der Auferstehung Jesu am Ostersonntag enden schließlich die Feierlichkeiten. Es ist übrigens immer der 17. Sonntag nach Weihnachten!

Zwei Düfte beherrschen in diesen sieben Tagen die Stadt, die gegensätzlicher nicht sein können: Weihrauch und Orangenblüten. Im Weihrauch wird die Passion Christi und in den Orangenblüten der Festcharakter und das Wiederaufwachen des Frühlings ausgedrückt.

Vor allem in Andalusien wird die Semana Santa intensiv und unter großen Anteilnahme der Bevölkerung begangen. Aber auch in anderen Regionen Spaniens finden die entsprechenden Feierlichkeiten mit Ehrfurcht und Hingabe statt. Die Berühmteste Semana Santa ist die in Sevilla.

Die Prozession
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Die Prozessionen setzen sich in der Regel aus den Pasos, den Nazarenos (dt.: Büßer) und einer Musikkapelle zusammen. Pasos sind tischförmige Konstruktionen, die eine Virgen (Marienstatue) oder eine Szene aus der Karwoche mit Jesusstatue zeigen. Sie werden von Mitgliedern der Hermandades auf Schultern getragen. Das Hauptelement einer jeden Prozession ist die Virgen, die mit kostbaren Gewändern, Kerzen und dem typischen Baldachin geschmückt ist. Die Prozession wird meist begleitet von einer langsamen, getragenen Marschmusik, gespielt mit einfachen Blas- und Schlaginstrumenten. Die Penitentes laufen oft barfuss , tragen lange Kutten und sind mit der typischen Spitzhaube maskiert, was der Anonymität des Bußakts dient (ähnlich der Kutten der Klu-Klux-Klans) Zu jeder Prozession gehören mehrere hundert bis zu über tausend Personen. Die Bevölkerung betrachtet oder begleitet die Prozessionen in Stille und Andacht mit besonderem Augenmerk auf die Pasos. Die Prozession beruht auf einem strikten zeremoniellen Reglement der katholischen Kirche (ca. aus dem 16. Jahrhundert).

© dpa/dpaweb

In der andalusischen Karwoche sind der Leidensweg Christi und die Feier seiner Auferstehung ein räumliches Nebeneinander, bei dem sich auch das Mit-Leiden und Buße-Tun teilweise mit höchst weltlichen Äußerungen von Lebensfreude und Ausgelassenheit vermischen. Die Straßen vieler Dörfer und Städte verwandeln sich dabei in eine riesige Bühne.

© REUTERS

Erläuterungen
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Hermandades:
Im 13. Jahrhundert schlossen sich die verschiedenen Berufsgruppen zu Gremien zusammen, ähnlich den Gilden und Zünften in Deutschland (z.B. Schuster, Weber, Barbiere, etc.). Diese Gremien demonstrieren ihren Glauben durch karitative Festivitäten, also Wohltätigkeitsveranstaltungen und arbeiteten eng mit den religiösen Bruderschaften zusammen. Die Bruderschaften betrieben vor allem Krankenhäuser und Hospitäler und beerdigten die Toten.
Die Hermandades sind in der Regel einer Kirchengemeinde angeschlossen, wo die jeweilige Prozession beginnt. Noch heute beweisen die Bruderschaften ihren Glauben durch das zum Teil stundenlange Tragen der Bahren mit den verschiedenen heiligen Figuren durch die Stadt. Dabei spielen sich teilweise dramatische Szenen ab. Es ist immer wieder faszinierend diesem Schauspiel beizuwohnen.


Nazarenos:
die bekannten Büßer mit der typischen Spitzhaube. Je nach Dauer ihrer Zugehörigkeit zur Bruderschaft gehen sie mit mehr oder weniger Abstand zu einem der Pasos und tragen Kerzen oder andere Insignien.

Penitentes:
Büßer, die ein Holzkreuz auf der Schulter tragen. Wie die Nazarenos sind auch sie mit der Túnica bekleidet, jedoch hängt die Haube nach hinten.

Costaleros:
Die Träger der Pasos . Etwa 35 bis 50 von ihnen tragen jeden Paso und wechseln sich dabei regelmäßig ab. Sie schützen ihre Kopfhaut mit einer Baumwollmütze, dem costal.

Auszug aus: http://de.wikipedia.org und www.andavida.com


Aktualisiert: 20.01.2006


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