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Spaniens Wirtschaft
Spanien hat das aktuelle internationale Konjunkturtief vergleichsweise besser durchschritten, als viele Partnerländer. Es konnte 2003 noch mit 2,4% wachsen und bewegt sich deutlich über dem EU-Durchschnitt. Probleme der spanischen Wirtschaft bleiben nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit mit 11 % (Spanien hat damit die höchte Quote in der EU) und die Inflationsrate von 2,7 % (Januar 2003). Mit einem Gesamtvolumen von 57,3 Mrd. Euro an Strukturbeihilfen (2000-2006) ist das Land größter Nettoempfänger der EU. Das Durchschnittseinkommen erreicht mittlerweile 93% des Mittelwerts der 25 EU-Staaten. Fiskalpolitisch hat Spanien mit dem ausgeglichenen Abschluss des vergangenen Haushaltsjahres Beachtliches erreicht.
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Seit 2001 hat Spanien einen ausgeglichenen Haushalt. Unter Einbeziehung der staatlichen Sozialversicherung wurde 2003 sogar ein leichter Überschuss ausgewiesen (+ 0,5%). Die spanische Regierung hat sich aufgrund ihres umfassendes Privatisierungsprogramm im Verlauf der letzten Jahre von rund 40 staatlichen Unternehmen getrennt und somit Einnahmen von ca. 27 Mrd. Euro gesichert. Das Privatisierungsprogramm ist weitgehend abgeschlossen.
Seit 1998 weist die spanische Leistungsbilanz ein Defizit auf (2003: -22 Mrd. Euro). Leider reichen die Einnahmen aus dem Tourismus (2003: 36,9 Mrd Euro) nicht mehr aus, die Verluste aus der Handelsbilanz zu kompensieren.
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Die Aufteilung der Wirtschaftssektoren entspricht in etwa der anderer Industrienationen: 67% Dienstleistungen, 18% verarbeitende Industrie, 7% Bauwirtschaft und 3,5% Landwirtschaft. Der bedeutenste Wirtschaftszweig ist mit über 10% des BIP nach wie vor immer noch der Tourismus (2003: 52,5 Mio. Besucher). Weiter wichtige Sektoren sind Kommunikation & Informatik, metallverarbeitende Industrie (inkl. Kraftfahrzeugsektor & Schiffbau), Maschinenbau, Landwirtschaft (inkl. Fischerei) und petrochemische Erzeugnisse. Spanien ist weltweit der sechstgrößte KfZ-Erzeuger (in der EU liegt es auf dem dritten Platz). |
Die bei weitem wichtigsten Handelspartner sind die EU-Mitgliedsstaaten. Ca. 70 % der spanischen Ausfuhren gehen in die EU und 70% der spanischen Einfuhren kommen aus der EU. Haupthandelspartner sowohl bei Ex- wie bei Importen ist Frankreich und Deutschland. Wichtigste spanische Exportgüter sind Automobile, landwirtschaftliche Produkte (Obst, Gemüse, Wein), Ausrüstungsgüter, chemische Erzeugnisse. Wichtigste Importgüter sind Energieträger, Automobile, Maschinen, Elektronik sowie chemische Erzeugnisse.
Mitlerweile ist Spanien ein attraktiver Investitionsstandort. Hauptinvestoren sind die EU-Partner. Auch die spanische Wirtschaft hat sich stark internationalisiert und engagiert sich zunehmend im Ausland (EU ca. 50%, Lateinamerika ca. 20%). |
- Jährliches Wachstum: ca. 2%
- Inflation: 2,4 %
- Arbeitslosigkeit: 11 %
- BIP: 2 bis 2,1 %
- Haupthandelspartner: E.U.-Länder, U.S.A.
- Exportprodukte: Obst & Gemüse, Maschinen, Eisen, Stahl, KFZ (Seat), Schiffe, Schuhe, Textilien
- bedeutender Wirtschaftszweig: Tourismus (jährlich mehr Touristen als Einwohner)
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